Wie immer berührst Du mich mit Deinen Worten. Vielleicht sogar tiefer als jemals zuvor. Die Zeit, die wir uns genommen hatten, fernab von der Wirklichkeit - diese Zeit - die nur uns gehörte - sie war so wichtig, so schön, so besonders.
Die Geduld, mit der Du mir meine eigene Zeit geben konntest, war vielleicht sogar das für mich Wertvollste in diesen Tagen. Ich brauche Deine Nähe so sehr - aber auch immer wieder die Distanz - den Abstand - um klar sehen zu können - klar denken zu können. Mit all Deinen Worten und Taten vernebelst Du meine Sinne und ich befürchte fast, mich in diesen und Dir zu verlieren.
Wenn Du erst abwartend, dann immer fordernder neben mir sitzt, ich Deinen auf mir ruhenden Blick förmlich auf meiner Haut spüre, dann habe ich diese lebendige Gewissheit, dass Du dort für immer sitzen würdest - bis in die Ewigkeit - bis ich mich an Dich lehne und Du mit Deiner gewohnten Sorgfalt Deine Hände über meinen Rücken gleiten lässt. Mit jeder Berührung durchfahren tausende von Blitze meinen Körper und ich wünsche mir genau in diesem Moment noch näher bei Dir sein - mich noch mehr in Dir verlieren zu können.
Und später frage ich mich dann, wer ich bin - wer Du bist - was wir sind.
Die einzige Antwort finde Ich in Dir.
- In der Zärtlichkeit Deiner Hände
- in der Liebe -
die ich in Deinen Augen sehen kann.
Doch mit jedem Tag - mit jedem Moment, den wir uns noch mehr hinreißen lassen - verlieren wir den Zugang zu dem, was uns eines Tages wichtig gewesen war
- zu dem, was wir damals Realität genannt haben
- was ich bis zu letzt Wirklichkeit genannt habe.
Jetzt gibt es kein Zurück mehr.
m.